Montagsvortrag 25.2.

Humor in Zeiten von Krisen, Leid und Trauer

Montagsvortrag mit Martina Kern am 25. Februar 2019 um 19.30 Uhr im Gemeindesaal der Matthäikirche, Gutenbergstr. 10, 53123 Bonn-Duisdorf

Martina Kern, Leitung Akademie und Zentrum für Palliativmedizin im Malteser-Krankenhaus

Humor in Krisen, Leid und Trauer

Humor ereignet sich auf allen Lebenswegen, in allen Gesellschaften und Kulturen und häufig bzw. gerade auch in Krisen, Leid und Trauer. Lachen und sein Gegenpol, die Tränen, sind Mechanismen, die sozusagen im Körper eingebaut und Zeichen für Erleichterung sind. Beides, Lachen und Tränen, hilft den Menschen, Unannehmlichkeiten des Lebens zu verarbeiten oder gar zu überleben. Humor ist kein Exklusivgut der Unversehrten, sondern eine „Trotzmacht des Geistes“ (V. Frankl). Der Humor hat unterschiedliche Funktionen: eine psychologische, kommunikative und soziale Funktion (V. Robinson). Konkret bedeutet dies: Durch Humor kann man z.B. die Situation entkrampfen, Kontakt zum Leben halten, Leichtigkeit schaffen, die Hemmschwelle für Schweres herabsetzen, Sprachlosigkeit durchbrechen, aufrütteln, betroffen machen, Nähe und Kontakt schaffen. Im Humor nehmen wir Abstand, rücken ab, atmen tief durch – und kehren gestärkt und neu bewegt zurück zur Realität. Humor ist so etwas Ähnliches wie „Kurzferien vom Sich – Betreffen lassen.“ (M. Müller). Seine Funktion des Abstandgewinnens kann auch für die professionellen Begleiter ein wesentliches Element zur Burn out Prophylaxe sein. Mit dem Abstand zum Thema gelingt es in der Begleitung eher, nicht alle Kraft zu lassen und nicht auszubrennen.

Der Eintritt ist frei.

 

 

Geschrieben von Ulrike Knichwitz am 11. Februar 2019

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