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2. Woche

Von der Rolle

Jeremia 1,4-8

Und des HERRN Wort geschah zu mir: Ich kannte dich, ehe ich dich im Mutterleibe bereitete, und sonderte dich aus, ehe du von der Mutter geboren wurdest, und bestellte dich zum Propheten für die Völker. Ich aber sprach: Ach, Herr HERR, ich tauge nicht zu predigen; denn ich bin zu jung. Der HERR sprach aber zu mir: Sage nicht: „Ich bin zu jung“, sondern du sollst gehen, wohin ich dich sende, und predigen alles, was ich dir gebiete. Fürchte dich nicht vor ihnen; denn ich bin bei dir und will dich erretten, spricht der HERR.

Rolle spielen

„Ach, ich tauge nicht zu predigen; denn ich bin zu jung“, sagt Jeremia, als ihn Gottes Berufung trifft. Aussichtslos fast, gegen den sicheren Untergang seines Volkes anzureden, gegen Arroganz und Dummheit, die am Ende auch Jeremia ins Exil führen. Sinnlos beinahe der Kampf gegen Menschen und Mächte, wenn du nicht längst mit allen Wassern gewaschen bist. Jeremia fühlt sich dem Auftrag nicht gewachsen, noch nicht jedenfalls.
„Sage nicht, ich bin zu jung“, bekommt er zu hören. Denn das Alter spielt keine Rolle, wenn du einen Auftrag hast. Weil die Berufung größer ist als alles, was sonst wichtig scheint – dein Aussehen, dein Status, deine Kompetenz, deine Angst zu versagen. Das alles kannst du vergessen, weil du Hilfe bekommst. Von Menschen, die dich unterstützen, von Gott, der dir die richtigen Worte in den Mund legt.
(Auszug aus dem Andachtsimpuls von Cornelia Coenen-Marx, Theologin und Publizistin)

Sind wir so, wie wir sein sein wollen oder spielen wir nur eine Rolle? Eine Rolle, die von uns verlangt wird oder nur von uns gespielt wird, damit wir anderen gefallen?
Oft ist es so, dass man die Rolle spielt, die man bekommt. Manchmal braucht es ein halbes Leben, bis man sich davon befreit und seine eigene Rolle spielt.

Impulsfragen:
1. Welche Rolle war dir oft ein Hemmschuh?
2. Bist du schon mal aus der Rolle gefallen? Und wie hat sich das angefühlt?
3. Packst du andere schnell in Schubladen?

Weitere Informationen, O-Töne und Abonnement der wöchentlichen Fastenmails auf: www.7-wochen-ohne.de

Geschrieben von Ulrike Knichwitz am 24. Februar 2021

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